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Ich hatte grosses Glück, nach Basel kommen zu dürfen

Z'Basel deheim - 24 Migrationsgeschichten

15. 12. 19 00:00
von Stefan Kalberer
(Kommentare: 0)

Rstam Aloush, Kurde aus Syrien

Ich hatte grosses Glück, nach Basel kommen zu dürfen

Am 29. November 2013 um 13.30 Uhr landete ich in Basel. Ich werde diesen Moment nie vergessen. Ich stamme aus Nordsyrien, bin aber in Aleppo geboren und aufgewachsen. Dort war ich bis zum Kriegsausbruch als Mathematiklehrer tätig. 2013 wurde die Situation zu gefährlich, und ich musste fliehen. In Istanbul erhielt ich ein humanitäres Visum. Ein konkretes Bild der Schweiz hatte ich nicht. Vor dem Krieg dachte ich nie an eine Auswanderung nach Europa.


Anfangs fühlte ich mich hier fremd. Wegen der fehlenden Sprachkenntnisse konnte ich nicht mit anderen Menschen kommunizieren. Das war ein neues Gefühl für mich. In Aleppo war ich bekannt und als Lehrer eine geschätzte Persönlichkeit. In der Zwischenzeit habe ich die Sprache gelernt und hier ein neues Zuhause geschaffen. Als Mathematiker liebe ich klare Regeln und Strukturen. Durch meine Migrationserfahrung musste ich diese neu definieren. Ich habe somit alte Gesetze mit neuen Regeln ergänzt und so meine Lebenseinstellung geändert.


Mein Lieblingsort in Basel ist der Rhein. Die Aussicht ist wunderschön und das Ufer belebt. Zudem mag ich die Symbolik des Flusses. Der Rhein kennt keine Grenzen – er fliesst. Für eine Person mit Migrationshintergrund haben Grenzen eine ähnliche Bedeutung.


Am Leben hier schätze ich die Sicherheit. Ich kann arbeiten, habe ein Dach über meinem Kopf und kann Freundschaften pflegen. Basel ist eine kleine und bunte Stadt. Hier komme ich immer wieder mit Menschen aus anderen Ländern in Kontakt. In meinem Herkunftsort wäre es nicht so – die Bevölkerung ist dort homogener.


In meinem Leben hat sich Einiges verändert – vor allem meine Lebenseinstellung. In Syrien bestand mein Leben aus klar definierten Farben: wie z.B. schwarz, weiss oder grün und weiss. Aber wenn man mit einer neuen Realität konfrontiert wird, stellt man fest, dass die Welt nicht nur aus schwarz oder weiss besteht. Man lernt, Farben zu mischen, woraus sich ganz andere Farben ergeben.

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